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| San José CA - Compaq Center | |||||||||||||||||||||
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30. November 2001 |
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Eine 40-minütige Verspätung und Mikrofonprobleme bei seiner Vorstellung in der Boardwalk Hall verbergen nicht das Talent des Tenors Andrea Bocelli
Ein frühes Highlight war seine nahezu notengenaue Rekreation des "Ave Maria", das ein Stück aus seinem 1999er Album "Sacred Arias" ist. Es ist ein bewegendes Stück, das der musikalischen Stärke von Bocelli zuspielt und ein Tribut für Mercurios Arrangement der Caccini Komposition ist. Die Sopranistin Ana Maria Martinez, die Bocelli begleitete, und in einem guten Teil der Show solo auftrat, bot die perfekte Gegenstück zur Hauptperson bei "O Soave Fanciulla" aus Puccinis "La Boheme." Es gab ein spürbares Zusammenspiel zwischen den beiden Sängern, deren Stimmen vor dem dröhnenden musikalischen Hintergrund des Orchesters vorne zu einer verschmolzen. Die Menge erhob sich geschlossen als das Stück mit einem prächtigen Ton endete. Einer von Bocellis Reizen als Liveperformer ist ein offensichtliches Maß an Bescheidenheit, das er darstellt, wenn die Lichter über ihn fahren. Ein Teil seiner nervösen Bühnenerscheinung mag auf seine Blindheit zurückzuführen sein, aber er nimmt niemals das pfauenähnliche Getue seiner Vorgänger Luciano Pavarotti oder Placido Domingo an. Wenn er ein Stück beendet, lächelt er breit, fast erleichtert und greift triumphierend nach Mercurios Hand. Für einen Mann, der Größe ausstrahlt, ist eine solche Menschlichkeit ein willkommener und bestätigender Anblick. Das Hauptspeise, die ein jeder zu kosten kam war der 43 jährige Italiener, der die Bühne beherrschte, wann immer er erschien. Bocelli hat, trotz einiger grauer Strähnen in seinen wallenden Locken und Bart, das Aussehen eines jüngeren Mannes. Seine musikalische Darbietung überträgt die gleiche jugendliche Elastizität und Begeisterung. Er lieferte der Menge einen wahren Lorbeerkranz mit einer englischen Version von Guy D'Hardelots "Because." Martinez gesellte sich zu Bocelli zu einer Show-abschliessenden Darbietung von Verdis "Brindisi" aus "La Traviata" (und wirklich, was kann man damit falsch machen?), das der Beteiligung des Publikums eine neue Dimension verlieh. Mit Mercurio, der die Halle mit Klatschen anleitete, fegten die Sänger ihren Weg durch einen musikalischen Drahtseilakt. Bocelli kam zu vier Zugaben zurück, von denen die beste die erste öffentliche orchesterbegleitete Aufführung von "Melodramma" aus seiner neuen Cd "Cieli di Toscana" war. Den ganzen Abend über war die Show was erhaben, aber dies war das erste Stück, das schien Bocelli selbst zu seinem Publikum sprechen zu lassen. Es war eine wundervolle Darbietung eines einfach nur genauso wundervollen Liedes. Zur besseren Präsentation waren zwei breite Videoschirme hoch oben in der Arena angebracht. Sie wechselten zwischen Bilder der Livevorstellung und einer sichtbaren Wanddekoration mit so etwas wie Vollmonden, fließendem Wasser und sogar Bocelli, wie er auf einem Pferd durch Italiens wunderschöne Landschaft reitet. Mercurio wies auch auf die Anwesenheit von sechs New Yorker Feuerwehrmännern in der ersten Reihe hin, was den längsten und lautesten Applaus des Abends hervorrief. Die Show wurde - gemessen an den Kartenverkäufern - von 13894 Menschen besucht, so Gelb Promotions. Übersetzung: R. Bausch-Hochscheid |
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